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Katharina Lampert

Verantwortung übernehmen. 
Zukunft gestalten. 
Portrait von Katharina Lampert

Ein neuer Name

2006 suchten wir einen neuen Namen für unsere Schule und blickten auf berühmte Persönlichkeiten aus der Region. Ein bekannter Name sollte der Schule besonderen Glanz verleihen.

Doch bald erkannten wir: Ein prominenter Name würde weder unserer Schule noch ihrem Auftrag gerecht. Es geht nicht um Berühmtheit, sondern um den Blick nach unten. Wer sind die Namenlosen, die Vergessenen, die damals wie heute unter die Räder geraten? Genau diesen Menschen widmet sich unser Schulträger, das Werk der Frohbotschaft Batschuns seit jeher.

Unsere Schule wurde gegründet, um dem Auftrag des Schulträgers zu folgen. Im Gründungstext des Schulträgers, einer Bibelstelle aus dem Lukasevangelium, heißt es: „damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe, den Gefangenen die Entlassung verkünde, den Blinden das Augenlicht schenke und die Zerschlagenen in Freiheit setze.“

Wer also sind die „Zerschlagenen“ – damals wie heute?

Menschen mit Behinderung galten damals als „unwert“ und wurden ermordet. Heute fehlt es ihnen oft an echten Chancen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Mit dem Schulnamen wollen wir Menschen mit Behinderungen einen Platz und eine Stimme geben.

„Zerschlagene“ – das können aber auch Kinder und Jugendliche sein, die in Familien aufwachsen, die ihnen nicht die Entwicklung ermöglichen, die sie auf ein selbstständiges Leben als Erwachsene vorbereiten. Auch für diese Menschen setzen wir uns ein.

Wer war Kathi Lampert?

Deshalb trägt unsere Schule den Namen eines Menschen mit Geschichte. Katharina Lampert war keine Berühmtheit, sie war eine junge Frau, die die Nazis ermordeten, weil sie behindert war und diese ihr Leben als Bedrohung ansahen. Katharina Lampert war erst 21 Jahre jung, als sie umgebracht wurde. Sie bekam nie die Möglichkeit, ihr Leben als erwachsene Frau zu leben.

Mit dem Schulnamen „Kathi-Lampert-Schule“ bekennen wir uns zu einer klaren Haltung – nicht nur in der Ausbildung, sondern auch im Umgang zwischen Studierenden und Lehrenden. Diese Haltung ist für uns alle Verpflichtung und Geschenk zugleich.

Unser Auftrag

Wir setzen uns ein für Benachteiligte, für Menschen, die von Geburt an schlechtere Chancen haben. Wir kämpfen für mehr Gerechtigkeit, besonders für jene, die politisch oder gesellschaftlich an den Rand gedrängt werden. Unsere Ausbildung zielt darauf ab, Schwächeren eine Stimme zu geben, ihre Entwicklung zu fördern und ihnen Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Diese Werte prägen nicht nur unsere Inhalte, sondern auch den Alltag an unserer Schule.