Fachexkursion zum Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Ende Juni unternahmen wir, 20 Studierende des 4. Semesters der Ausbildungsformen Behindertenbegleitung und Integrative Behindertenbegleitung gemeinsam mit Christina Büsel, eine zweitägige Exkursion nach Linz.
Am ersten Tag stand der Besuch des Ars Electronica Centers auf dem Programm. Ein besonderes Highlight war der Deep Space, der mit seinen beeindruckenden Projektionen ein einzigartiges Erlebnis bot. Bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad sorgte ein Bad in der Donau bei manchen für eine willkommene Abkühlung. Den Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Essen in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Am zweiten Tag besuchten wir den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim und setzten uns mit der Geschichte des Ortes auseinander. Schloss Hartheim war während der Zeit des Nationalsozialismus eine der zentralen Tötungsanstalten der sogenannten „NS-Euthanasie“-Programme, in deren Rahmen Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen systematisch ermordet wurden.
Besonders eindrucksvoll war die museumspädagogische Vermittlung am Lern- und Gedenkort – auch in leichter Sprache: Neben dem Lernen aus der Geschichte stand auch die Reflexion über die Gegenwart im Mittelpunkt. Die Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen sowie mit dem Umgang mit Menschen mit Behinderungen damals und heute regte dazu an, über Menschenrechte, Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung nachzudenken. Die Führungen waren für alle sehr berührend und hinterließen einen nachhaltigen Eindruck.